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Was ist ein „Blindboden“?

Der Blindboden bezeichnet, im Bezug auf Parkettverlegung, eine Unterkonstruktion aus Holz, auf die Parkettboden direkt genagelt werden kann. Andere Variationen können jedoch auch geschaffen werden, wenn man zum Beispiel Verlegplatten / Spanplatten auf den Blindboden schraubt. Das ergibt dann eine Art Trockenestrich, auf die u.a. Fertigparkett oder Klebeparkett verklebt werden kann.

Trittschall

Es gibt einige wichtige Punkte, die im Bezug auf Blindböden beachtet werden müssen. Da wäre zum Beispiel das Thema Schallbrücken. Der Blindboden gilt als schwimmende Konstruktion, das heißt er sollte keine Sturzböden, Mauern oder Zwischendecken berühren. Dadurch könnte Trittschall nämlich direkt über Stockwerke hinweg übertragen werden. Idealerweise liegt der Blindboden in einem Bett aus Schüttung. Im Altbau ist das oft ein glorifizierter Ausdruck für Schlacke, Mauerreste, Dreck, Schutt, etc., der beim Bau, auch teilweise Wiederaufbau nach dem Krieg, als nächstbeste Lösung für Schüttung verwendet worden ist. Heutzutage regelt die Norm, welche Art von Schüttung verwendet werden darf. Vereinfacht gesagt muss sie folgende Kriterien erfüllen: sie darf nicht saugfähig sein, nicht verrinnen und eine gewisse Dichtheit erfüllen. Ein beliebtes Produkt ist zum Beispiel „Vabiflor“.

Materialien

Meist wird Fichtenholz für den Bau von Blindböden verwendet, man kann jedoch auch Lärche verwenden. Das Holz darf nicht stark verzogen und kammergetrocknet sein. Staffel werden in einem Abstand von etwa 45-50cm parallel zu einander in die Schüttung verlegt. Auf diese werden dann im 90° Winkel dazu ca. 20mm starke Fichtenbretter befestigt. Das kann entweder mit Schrauben, Kompressor-Klammermaschine oder Kompressor-Nagler geschehen. Die Bretter sind 2-5m lang, 10-12cm breit und der Abstand zwischen den Brettern kann variieren je nach Verwendungszweck (meist 15-40mm).

Blindboden wird eingerichtet
Beschüttung wird abgezogen